Zurück zur Übersicht
blob

2. November 2026

Jäger*innen erleben zunehmend Unverständnis oder moralische Vorwürfe, obwohl sie eine Aufgabe erfüllen, die seit jeher Teil menschlicher Kultur und Ernährung ist.

Die Jagd macht sichtbar, was viele verdrängen: dass Fleischkonsum untrennbar mit dem Töten von Tieren verbunden ist. Während im Supermarkt anonymisierte Produkte gekauft werden, steht bei der Jagd ein konkretes Tier, ein konkreter Lebensraum und ein konkreter Mensch dahinter. Gerade darin liegt jedoch ihre gesellschaftliche Bedeutung.

Jagd bedeutet Verantwortung für Wildbestände, Lebensräume und regionale Lebensmittelversorgung. Wild lebt ohne Massentierhaltung, ohne importierte Futtermittel und ohne lange Transportwege. Wildbret ist damit eines der nachhaltigsten Lebensmittel, das unsere Region hervorbringt. Wer Regionalität, Tierwohl und kurze Wertschöpfungsketten fordert, muss auch die Jagd als unverzichtbaren Bestandteil anerkennen.

Die Jagd erinnert unsere Gesellschaft daran, dass Leben und Tod zusammengehören. Sie zwingt uns, natürliche Kreisläufe anzuerkennen, statt sie zu verdrängen. Gerade deshalb braucht es eine klare jagdpolitische Stimme, die diese Zusammenhänge erklärt und verteidigt.

Es geht nicht nur um Tradition oder Brauchtum. Es geht um Verantwortung, Ernährungssouveränität, Naturschutz und den ehrlichen Umgang mit der Realität unserer Lebensweise.

Eine Gesellschaft, die den Tod vollständig ausblendet, verliert auch das Verständnis für Natur. Die Jagd kann hier Brücke sein – zwischen Mensch, Lebensraum und Wahrheit über unsere Herkunft als Teil der Natur.

 

Bezirksjagdamt LeibnitzGrottenhof 1/7, 8430 KaindorfMo,Di,Mi & Fr. 8:00 bis 13:00