Die Steirische Abwasserwirtschaft appelliert: Das WC ist kein Mistkübel

Die Steirischen Abwasserentsorger bitten alle steirischen Haushalte, nur Toilettenpapier in die Toilette zu werfen und alle anderen Tücher und Papiere in den Mülleimer. Nur so kann das Abwassersystem weiterhin ohne größere Störungen am Laufen gehalten und für eine sichere Entwässerung gesorgt werden.

In diesen Krisen-Zeiten wird auch im Kanalbetrieb mit personeller Notfallbesetzung gearbeitet, um im Ernstfall mit Ersatzteams Personalengpässe überbrücken zu können.

  • Nur Toilettenpapier löst sich auf und kommt zusammen mit dem Abwasser gefahrlos durch alle Pumpwerke und Hebeanlagen. Alle anderen Tücher- und Papieralternativen wie beispielsweise Feuchttücher, Taschentücher oder Küchenrolle gehören ausnahmslos in den Restmüll. Sie sind nässebeständig und bilden zum Teil lange Stränge, die sogenannten Verzopfungen. Dadurch verheddern sie sich in den technischen Anlagen des Kanalsystems und blockieren es. Dies kann zu Rückstauungen bis in die privaten Kanalanlagen führen. Die Reparaturarbeiten und Wartungen sind aufwendig und kostenintensiv. Diese nicht notwendigen Kosten zahlen letztlich alle Kanalbenützer mit ihren Benützungsgebühren.

  • Auch altes Bratfett oder Speiseöle dürfen nicht in die Toilette oder den Spülbecken-Abfluss geschüttet werden. Sie erhärten und verbinden sich im Abwasser mit Fremdstoffen, wie beispielsweise Feuchttücher. Dadurch entstehen Klumpen, die zusätzliche Verstopfungen verursachen. Sammeln Sie Ihr Altspeiseöl und -fett in Einmachgläsern oder sonstigen Gefäßen und geben Sie diese im Altstoffsammelzentrum Ihrer Gemeinde ab. Altspeiseöle und -fette sind wertvolle Rohstoffe und werden für die Herstellung von Wasch- und Schmiermitteln, sowie Biodiesel verwendet!
    Siehe auch unter:
    https://www.abfallwirtschaft.steiermark.at/cms/beitrag/10168752/4373966/

„Gerade in diesen Krisenzeiten der Corona-Pandemie ist von uns allen umsichtiges und verantwortungsvolles Verhalten und Handeln gefordert. Es ist enorm wichtig, zusätzliche ‚hausgemachte‘ Probleme zu vermeiden“, appelliert Dipl. Ing Hammer, Obmann der Gemeinschaft Steirischer Abwasserentsorger, GSA. „Was eigentlich immer gilt, gilt heutzutage umso mehr: Die Toilette ist kein Mülleimer.“

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